Montag, 25. Februar 2008

Crazy German Party People

Routine ist vorerst verjagt!

Die letzte Woche war so ueberaus ereignissreich, dass ich gar nicht weiss wo ich anfangen soll...

Zum einen erblickte ein Kindlein das Licht der Welt: der kleine Alessandro. Die Freude und die Aufregung ueber dieses debeutsame Erlebniss waren gleichermassen gross und auch fuer mich (die ich nicht zur Familie gehoere) war es ein sehr emotionales Erlebnis.

Ansonsten hat der Besuch(Ana&Maya) der mir diese Woche die Ehre gab, meinen Alltag ordentlich aufgemischt!
Obwohl ich nach wie vor meist einfach quer durch die Stadt tigerte und allerlei Pizza&Eis schlemmte, so tat ich dies in den letzten Tagen in Gesellschaft lieber Freunde und genoss es um so mehr. Auch die Anzahl meiner Selbstgespraeche ist rapide gesunken...
Am Wochenende habe ich mich sogar in gewohnter Manier ins Nachtleben gestuerzt und froehnte nach ca 7woechiger Abstinenz auch mal wieder dem Alkoholkonsum und gebe offen und ehrlich zu ziemlich einen im Tee gehabt zu haben.
Uebrigens das erste Mal hier in Rom und ueberhaupt in Gesellschaft der Leute die ich hier kenne,...darum hatte ich auch gewissen Bammel was die Reaktion betreffen wuerde.

Ich hab mich zwar bis auf die Knochen blamiert, aber im grossen und ganzen wuerde ich sagen, dass mein Rausch am Freitagabend durchaus konstruktiv war.
Habe wild auf italienisch losgeplappert, wurde (fast) problemlos veratanden und erntete sogar das ein oder andere Lob.
Ich machte mich zwar gehoerig peinlich aber dabei der Stuhlgang alle Ehre: sprach viel ueber Fekalien, fragte einen Freund von Giacomo (den ich ca ein paar Minuten kannte) ob wir gemeinsam eine "Kackawurst" machen wollen und erzaehlte allen Anwesenden stolz, dass ich dreckige Unterwaesche truege (hierbei wusste ich allerdings nicht was ich von mir gab sondern war nur froh, dass der Satz kein RRRR enthielt) und hielt auch einen Vortrag ueber den italienischen Fussball.
Zum Glueck stand mir Ana in nichts nach und wir teilten uns die Blamage schwesterlich auf. Waren ein grossartiges Team, trugen, einander staendig ins Wort fallend, mit kuriosen Geschichten und Argumentationsweisen massgeblich zum Amuesement der Allgemeinheit bei und hinterliessen sicherlich einen bleibenden Eindruck bei allen Anwesenden.
Ana hielt sogar Giacomo eine Standpauke, dass er sich mehr um mich kuemmern muesse, er gelobte Besserung...

Samstag abend musste er allerdings arbeiten, sodass er mal wieder keine Zeit hatte und wir unser Abendprogramm alleine und spontan auf die Beine stellen mussten, denn der Club den er mir empfahl sei angeblich nur mit einem Auto zu erreichen, also konnten wir ihn nicht aufsuchen...
Standen erst singend auf dem Campo de Fiori bis wir irgendwann wir auf eine Gruppe Spanier stiessen und sie in einen Club begleitetenden man auch ohne Auto erreichen konnte...es war sehr skurril aber dennoch sehr unterhaltsam....

Jetzt ruft die Arbeit&die Dusche.
Fotos kommen nach, find grad das Kabel nich.

Sonntag, 24. Februar 2008

Sondergenehmigung

um der routine ein schnippchen zu schlagen, wird der woechentliche eintrag wird ausnahmwsweise auf morgen verschoben!
zeit- und lustmangel haben rein gar nichts mit dieser massnahme zu tun...

Sonntag, 17. Februar 2008

Schwarzes Gold des Morgens



Schon wieder Sonntag...um der, mir selbst auferlegten, Pflicht gerecht zu werden folgt heute planmaessig und termingerecht der naechste Eintrag.

Eigentlich koennte ich es hierbei auch schon belassen, denn die vergangenen Woche bruestet sich nicht unbedingt mit extraordinaeren Zwischenfaellen und auch kann nicht mit spektakulaeren Ereignissen prahlen. Sie verstrich einfach so, heimlich still und leise ohne nennenswerte Vorkommnisse...


Aber vielleicht ist gerade das ein bedeutsamer Gegenstand, der es Wert ist naeher betrachtet zu werden: Mein Alltag!

Wie sieht der eigentlich so aus mein roemischer Alltag?!??!

Ich will es euch erklaeren:
Werktags klingelt um 7 mein Wecker, um halb8 bequeme ich mich dann aus meinem Bette und wanke im halbschlaf gen Kueche um Kaffe zu bruehen, den ich sobald er fertig ist mit etwas Milch (damit er nicht mehr so heiss is) wahlweise ein paar Kekschen, einem Plumcake oder einer Art Milchbroetchen mit Aprikosenmarmeladenfuellung zu mir nehme.
Zurueck in meinem Zimmer verspeise ich, wenn mein Vorrat im Koffer unterm Bette das hergibt, noch ein paar Kekschen, Plumcakes oder Yes-Toertchen-Verschnitte...davon weiss aber zum Glueck niemand...
Dann mach ich mich rasch fertig, trinke nochn Kaeffchen um gegen halb9 das haus nahezu fluchtartig zu verlassen: Ich renne bergab, bergauf und etwas gerade aus zum Bahnhof um gerade noch so meinen Zug in Richtung Zentrum zu erwichen, meist muss ich die Fahrt im Stehen verbringen oder ich kauere mich auf ein Treppchen.

Dann weiter mit der Ubahn, auch so ein Abenteuer will man sitzen muss man schnell sein und sollte sich nichts aus den boesen Blicken der Zulangsamgewesenen machen.

Raus aus Ubahn, kleiner Fussmarsch durch die Via Nazionale (eine Art kopfsteingepflasterte Uhlandstrasse) 2Std Schule, dann straeune ich ein Weilchen durch die Stadt. Trink n Kaeffchen, schleck n Eischen, ess hier und da ein Stueck Pizza und kauf ein um die Nahrungsreserven fuer den Koffer unterm Bette wieder aufzufuellen.

Dann gehts zurueck, kurze Verschnaufpause um dann gegen 15:15h Susanna vom Kindergarten abzuholen, bei schoenem Wetter gehts aufn Spielplatz, bei schlechtem direkt nach Haus.

Kinder sind faszinierend, sie koennen hintereinander 10Mal das gleiche Puzzle machen, dabei ueber Stunden hinweg ein und das gleiche Lied hoeren und ueber mehrere Wochen hinweg nahezu jeden Tag den selben Film schauen ohne sich dabei zu langweilen...ich versuche mir das jetzt auch wieder anzutrainieren...

Gegen 7wird gebadet, danach isst sie, dann essen wir (die Eltern&ich).

Danach koennt ich machen was ich will, meist geh ich kurz an den Computer & dann ins Bett...

Bei Bedarf wuerd ich schon gerne Mal das Haus verlassen und auch mal nach Anbruch der Dunkelheit ein wenig um die Haeuser zu ziehen, aber meist hat ja niemand Zeit. Seit 2Wochen liegt die Quote von Freunden die ich waehrend der Woche so sehe noch bei mikrigen 1,5- Tendenz hoffentlich steigend!

Diese Woche wird sie sich auf jeden Fall schon Mal verdoppelt, da meine lieben Freunde Ana&Maya einfliegen werden um mir den eben beschriebenen Alltag mit ihrer holden Anwesenheit ein wenig zu versuessen...ich freu mich!

Habe diese Woche versucht ein wenig Veraenderung in mein Leben zu bringen und habe in erster Linie aus langweiele spontan einen Friseursalon aufgesucht und ehe ich mich versah sah ich meine Haare bueschelweise zu Boden fallen...jetzt hab ich den Salat...und zwar aufm Kopf....

Auf Wunsch einer einzelnen Dame, der Morgen im Uebrigen die Weissheitszaehne gezogen werden (mein Beileid!!!) gibts auch wieder n paar Fotos!

Sie werden die mitreissende und brisante Thematik dieses Textes vortrefflichst wiederspiegeln...


Pizzaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!!!!!!!!!!!!!ja- beide fuer mich!


Jedes Mal aufs Neue ein Spektakel:




Ein Orangenbaeumchen


Die "Frisur"




Hier sitze ich grad...
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Sonntag, 10. Februar 2008

Pflichtgefuehl, Alltagstrott & Rolf Zukovski auf italienisch

Schon wieder Sonntag...um der, mir selbst auferlegten, Pflicht gerecht zu werden folgt heute planmaessig und termingerecht der naechste Eintrag.

Eigentlich koennte ich es hierbei auch schon belassen, denn die vergangenen Woche bruestet sich nicht unbedingt mit extraordinaeren Zwischenfaellen und auch kann nicht mit spektakulaeren Ereignissen prahlen. Sie verstrich einfach so, heimlich still und leise ohne nennenswerte Vorkommnisse.
Aber vielleicht ist gerade das ein bedeutsamer Umstand, der es Wert ist naeher betrachtet zu werden.
Ich wuerde fast behaupten, die Routine, die sich langsam und fast unbemerkbar eingeschlichen hat, ist das beste Anzeichen dafuer, dass ich nun endlich ganz und gar hier angekommen bin!

Ist doch der stets wiederkehrende, schmucklose, nuechterne und stink normale Alltagstrott ein Phaenomen, dass erst in Erscheinung treten kann, nachdem all das Fremde und Ungewohnte in der neuen Umgebung einem vertraut wird und man es als "heimisch" betrachten kann.

Nach der ersten Phase der Verliebtheit, gehts nun in die zweite Runde: den Alltag- Die Zerreisprobe fuer jede Beziehung. Nun wird sich zeigen wie stark meine Liebe zu Rom ist....bisher klappts noch recht gut.

Wobei ich schon zugeben muss, dass es einiges gibt, an das ich mich erst gewoehnen musste und auch noch weiterhin muss.

Rom liegt zwar in der selben Zeitzone wie Berlin, doch ticken die Uhren hier ganz und gar anders. Mindestens jede zweite oeffentliche Uhr auf den Strassen geht falsch. Auf meinem allmorgentlichen Weg zur Sprachschule passiere ich stets einem Punkt, von dem aus man sage und schreibe 4oeffentliche Uhren sehen kann, die ALLE andere Zeiten anzeigen. Am Anfang war das sehr irritierend, mittlerweile weiss ich aber bescheid und traue nur noch der Uhrzeit die mein Handy mir anzeigt!
Es ist auch gang und gebe, dass die U-Bahn 3Minuten lang in einer Minute kommt.

Auch der Verkehr ist deutlich anders als in der Heimat, sowohl als Fussgaenger als auch als Autofahrer. Auf den Strassen gelten hier die Gesetze der Wildnis.
Man koennte meinen Spurenmarkierungen, Zebrastreifen und Ampeln dienen in erster Linie dazu, das Stadtbild etwas aufzulockern und sind reine Dekoration.
Es kann vorkommen, dass man angehupt wird weil man durch das Halten an der roten Ampel den Verkehrsfluss massiv behindert.
Fussgaenger, die es tatsaechlich wagen die Strasse zu ueberquaeren (wobei es meist voellig unerheblich ist, ob sie das wegen einer gruenen Ampel oder unter zuhilfenahme eines Zebrastreifens tun) behandelt man ganz einfach genauso wie die unzaehligen Schlagloecher, die die Strassen saeumen- man weicht ihnen weitestgehend aus und bremst nur, wenn es sich gaaaaar nicht vermeiden laesst!
Laestiges gucken kann man durch lautstarkes Hupen vorm Abbiegen umgehen....immerhin hat man ja gewarnt...

Fuer alle Beteiligten gilt also: Augen zu und durch!

Selbstsicherheit und Mut ist gefragt. Das ist wie mit Hunden, die Autos spueren jeden Anflug von Angst und Unsicherheit. Wer zaghaft am Strassenrand steht und wartet, dass man ihn passieren laesst, tut dies meisst vergeblich (ausser man ist weiblich und traegt zufaellig ein Roeckchen)...

So jetzt hab ich mir genug aus den Fingern gesogen....Schluss fuer heut!

Fotos gibts auch nicht, gab nichts zum fotographiern...

Sonntag, 3. Februar 2008

Ein Traum ward wahr...

Seid gegruesst,

Einer meiner groessten Traeume ist wahr geworden!!!

Habe am Freitag BEDTIME FOR CHARLIE endlich einmal live erleben duerfen....

Die immense Freude ueber dieses, fuer mich persoenlich wahrhaftig grosse, Ereigniss wurde jedoch leicht getruebt weil es zugleich auch das letzte Mal gewesen ist, da Sandro(einstiges Gruendungsmitglied) der Band nach 7Jahren aus persoenlichen Gruenden den Ruecken gekehrt hat...

Es war ziemlich fertig und versuchte mit diversen Alkoholika dem Kummer ein Schnippchen zu schlagen, mit maessigem Erfolg. Es brach mir das Herz ihn so traurig zu sehen, war allerdings machtlos und konnte nichts weiter tun als ihn permanent mit Graninis zu fuettern.

Die Qualitaet des Konzertes wurde durch den leicht erhoehten Alkoholpegels des einen(einzig wahren) Gitarristen keineswegs beeintraechtigt, im Gegenteil es war eine Art zusaetzliche Showeinlage.
Ein weiteres Highlight war die namentliche Erwahnung meiner Wenigkeit, mein Herz tanzte Samba...

Nach dem Auftritt gestatte man mir, Groupie der (fast)ersten Stunde, dessen Name auch auf dem Albumcover in der Dankesliste vermerkt ist(!!!!!!) den Backstage-Bereich (der sich als abstellkammergrosse Niesche herausstellte) zu betreten um dort dem Schatten eines Sandros ein Granini zuzustecken...

Soviel erstmal zum Konzert.

Ansonsten verbringe ich momentan sehr viel Zeit mit selbsterdachten Uebungen, die es mir (bestenfalls) eines Tages ermoeglichen werden das 'R' rollen zu koennen...
Bin es leid mir immer wieder irgendwelche Zungenbrecher mit 10R's pro Wort anhoeren zu muessen, die ich doch bitte bitte mal zur Belustigung der Allgemeinheit zum Besten geben soll, weil es ja so witzig ist, wie ich das r ausspreche...
Es gibt zwar auch einige Italiener, die das nicht koennen, aber das seien in erster Linie Idioten oder Rotharrige (so sagte man mir)...-wenns nicht klappt faerb ich mir halt die Haare.

Das war jetzt erstmal so das Wichtigste aus der letzten Woche....meine Erster Monat ist vorbei und ich muss sagen, noch bereue ich es keineswegs hier zu sein!!!

Ich habe mich gut eingelebt, es geht mir gut, die Familie ist toll und so weiter...
macht euch also keinerlei Sorgen!
Lieb euch und vermiss euch auch alle ein bisschen (manchmal mehr manchmal weniger...)




Von links nach rechts: Giacomo(Gesang&Bass) Domenico/Dodo(Drums) und Sandro(Gitarre)


Alessio (Gitarre)


Welch wunderschoenen Nacken dieses blonde Wesen zur Rechten doch hat...


Meine lieblins Haelfte der Band,...


Die liebe Diana und ich...